Die Erfahrung der Weinproduktion reicht weit zurück. Natürlich ist es unmöglich, ein präzises Anfangsjahr zu bestimmen, denn die landwirtschaftliche Tätigkeit gehörte immer zur Familie und zu den Bewohnern dieses Gebiets. Sicherlich stellte der Wein nicht die Haupttätigkeit dar, aber im Kontext einer Bauernfamilie im 18./19. Jahrhundert war der Anbau der Rebe weit verbreitet im Territorium. Anfänglich waren die Reben und die Reihen, in denen sie angebaut wurden, an den Feldrändern zu finden, als wären sie Grenzsteine des Bodens, auf dem Gerste und Weizen angebaut wurden.

Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich der Weinanbau endlich entwickeln und es kamen kleine Grundstücke dazu, die sich nur der Rebe widmeten und die den Weingärten der letzten dreißig Jahre bereits sehr ähnlich waren. Damals bewirtschaftete man das ganze zur Verfügung stehende Land, man ließ nur einen kleinen Abstand, um die Pferde und die Fuhrwerke durchzulassen.

Der Weinbau durchlief über Jahrzehnte starke Veränderungen, doch nach den Siebziger Jahren des 20.Jahrhunderts begann man, den ursprünglichen Geist zurückzuerobern. Der Wille bestand, sich mit immer größerer Aufmerksamkeit den Einzelheiten zu widmen und gleichzeitig zu einer natürlichen Anbauweise zurückzukehren. Dies war nicht möglich, ohne darüber nachzudenken, wie ein Weinberg anzulegen sei. Seit den siebziger Jahren hat sich die landwirtschaftliche Tätigkeit erneuert und ist zu einer Kultur geworden, die sich sozusagen auf „philosophischen“ Kriterien stützt und einen qualitätsbestimmten Pionierkurs eingeschlägt. In diesen Jahren wurden die ersten Weinberge in den Zonen Olivers, Soris und Kolaus neu angelegt. Man kann dies durchaus als ersten Ausgangspunkt bezeichnen.

„Das Band, das die Familie Pecorari mit der Erde und dem Wein verbindet, existiert seit langer, langer Zeit; heute sind wir weiterhin bestrebt, unsere Weinberge der Tradition gemäß mit Sorgfalt zu betreuen, um so bestmögliche Qualität zu erzielen.“